Unsere Nahrung hat enormen Einfluss auf Körper und Psyche

Der menschliche Körper ist ein höchst komplexes Zusammenspiel unzähliger Instanzen, die in ständiger Wechselwirkung zueinander stehen. Alles, wirklich alles, was wir essen, beeinflusst - und das nicht nur an einer, sondern meist an unzähligen miteinander verknüpften Stellen. 

Was löst unser nächster Biss wohl alles in unserem Körper aus?  

Inwiefern dienen die Vitamine unserem Körper? Werden diese überhaupt einwandfrei aufgenommen? Hat es Giftstoffe im Essen, mit denen unser Körper zu kämpfen hat? Was geschieht, wenn gewisse Giftstoffe im Körper bleiben? Sorgt zu viel Zucker "nur" für Übergewicht, oder nehmen auch Organe und Funktionssysteme Schaden? Was für einen Einfluss hat "nicht-bio" auf unseren Körper? "Bio", was heisst das überhaupt für das Lebensmittel und schlussendlich für unseren Organismus?


Für all jene, die etwas mehr erfahren möchten: 

Unser Darm wird durch die Nahrung beeinflusst

Mit einer Länge von ca. 6-8 Metern und einer Oberfläche von 300 bis 400 Quadratmetern käme er der Fläche eines Tennisplatzes gleich. Diese enorme Fläche entsteht durch die vielen Falten, Einsenkungen und Zotten und macht ihn zur grössten Kontaktzone des Körpers zur Aussenwelt. Täglich kommt er mit unzähligen schädlichen Substanzen in Berührung: Medikamenten, chemischen Lebensmittelzusatzstoffen, industriell veränderten Nahrungsmitteln, Umweltgiften und chemischer Körperpflege aber auch mit Pilzen, Viren, krankheitserregenden Bakterien und Parasiten. Kein Wunder hat es die Natur so eingerichtet, dass 80% unserer Immunzellen im Darm angesiedelt sind. Zusätzlich unterstützen unzählige nützliche Darmbakterien bei der Abwehr von schädlichen Eindringlingen.

Was aber, wenn wir beispielsweise nicht darauf achten, was wir essen und unseren Körper mit schwer verdaulicher Kost und Giftstoffen überschwemmen? Unsere nützlichen Darmbakterien werden durch schlechte verdrängt und unsere Darmflora gerät aus dem Gleichgewicht. Die Nahrung kann nicht mehr richtig verdaut werden, unser Körper wird mehr und mehr vergiftet und verschlackt und unser Immunsystem stärker und stärker in Mitleidenschaft gezogen.

Der "kranke Darm" - allem voran infolge ungünstiger Ernährung - belastet unseren gesamten Organismus. Blähungen, Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden sind die Folge. Jedoch zeigen sich auch Symptome, die ein Laie kaum mit dem Darm in Verbindung bringen würde wie Migräne, Müdigkeit, Allergien, Immunschwäche, Hautprobleme und weitere. Da ein "kranker Darm" nur erschwert Nähr- und Vitalstoffe aufnehmen kann, sind Mangelerscheinungen keine Seltenheit. 


Unser Säure-Basen-Haushalt wird durch die nahrung beeinflusst

Der Säure-Basen-Haushalt reguliert das Verhältnis von Säuren und Basen im menschlichen Körper, gemessen mit dem pH-Wert.

Jedes Funktionssystem in unserem Körper benötigt ganz spezifische pH-Bedingungen, um optimal funktionieren zu können. So braucht beispielsweise der Magen einen anderen pH-Wert, als die Bauchspeicheldrüse oder das Blut. Während jedoch die meisten Organe und Körperflüssigkeiten im basischen Bereich liegen, sollten nur wenige einen sauren pH-Wert aufweisen. Ein gesunder Körper hat ein Säure-Basen-Verhältnis von 20:80 (Säuren:Basen).

Säuren fallen auch bei körpereigenen Stoffwechselprozessen an. Unser Körper hat im Normalfalle die Fähigkeit, Säuren auszuleiten. Überladen wir unseren Köper jedoch mit zusätzlichen Säuren infolge Stress (produziert Säuren) oder Nahrung, die sauer verstoffwechselt wird  (Zucker, Weissmehl, Milch, Fleisch, Kaffee, Fertignahrung etc.), so gelingt es unserem Körper nicht mehr, all die Säuren auszuscheiden. Er übersäuert.

Eine Übersäuerung kann den Menschen in ganz unterschiedlicher Art und Weise langsam aber sicher krank machen (Schlafstörungen, Haarausfall, Cellulite, Gicht, Besenreiser, Magen-Darmerkrankungen, Augenkrankheiten etc.).


Chronische Entzündungen werden durch die Nahrung beeinflusst

Mit einer akuten Entzündung bekämpft unser Körper Krankheitserreger. Hat er diese Aufgabe erfolgreich verrichtet, klingt die Entzündung wieder ab. Eine chronische Entzündung hingegen bleibt bestehen und weist darauf hin, dass der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Die Ursachen chronischer Entzündungen sind vielseitig. Oftmals haben Stress oder eine ungünstige Ernährungsweise jedoch einen wesentlichen oder zumindest begleitenden Einfluss. So werden Entzündungsprozesse beispielsweise begünstigt durch eine ernährungsbedingte Übersäuerung, Transfette, Fertiggerichte, einen hohen Zuckerkonsum, Weissmehlprodukte, Öle mit einem extrem hohen Omega 6 Gehalt, zu wenige Lebensmittel reich an Omega 3, Verschlackungen oder auch durch ein Übermass an Bauchfett. 

Bei vielen Krankheiten wie Diabetes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn/Colitis ulcerosa), Arthritis, Neurodermitis, Paradontitis, chronischen Blasenentzündungen, Akne oder Sinusitis spielen Entzündungsprozesse eine wesentliche Rolle (ob sie nun die Ursache sind oder erst im Verlauf der Krankheit auftreten, ist bei gewissen Krankheiten noch nicht umfassend geklärt).


Ernährungsberatungen in Wermatswil (Uster ZH) / Region Flawil (SG) oder online (z.B. via Skype oder FaceTime).

Zertifiziert durch: