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Körpersysteme

Blaulicht stört unsere Nachtruhe

Blaulicht stört unsere Nachtruhe

Licht steuert unsere innere Uhr, welche für unseren Tag-/Nacht-Rhythmus verantwortlich ist. Es beeinflusst essentielle Botenstoffe und Stoffwechselvorgänge.

Betrachten wir den natürlichen Sonnenverlauf: Das “blaue” Kalttonlicht / Tageslicht tagsüber stimuliert unser Wachmacher-Hormon Cortisol und kurbelt damit unsere Aktivität und Leistungsfähigkeit an.

Das “goldene” Warmtonlicht abends stimmt uns auf die Nachtruhe ein. Es stimuliert die Produktion des Hormons Melatonin, das uns entschleunigt und müde macht.

Setzen wir uns abends den blauen bzw. kühlen Lichtspektren aus (Tageslicht) – indem wir z.B. den Abend vor dem iPhone, Tablet, PC oder TV verbringen – gaukeln wir unserem Körper aktive Tageszeit vor. Wir hemmen die Bildung des “Schlafhormons” Melatonin.

Eigentlich kein Wunder, wenn wir nicht schlafen können, oder?

Wer nicht auf Mobile Phone & Co. verzichten möchte, kann den Night Shift Mode von Apple oder den Nachtmodus von Microsoft/Android nutzen, welcher den Display von Kalttonlicht auf Warmtonlicht umschaltet.

Bevor das “Nachtmodus-Feature” auf den Markt kam, bin ich einfach mit meiner gelb-orangen Brille in der Wohnung rumgehüpft, hat auch ganz gut funktioniert.

Unser Verbündeter, unser Darm

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Unser Verbündeter, unser Darm

Eine kleine Reise in unseren Darm, die vielleicht auch Dein Herz für ihn höher schlagen lässt! Mit einer Länge von ca. 6-8 Metern und einer Oberfläche von 300 bis 400 Quadratmetern käme er der Fläche eines Tennisplatzes gleich. Richtig gehört, eine ungeheure Fläche! Sie entsteht durch die vielen Falten, Einsenkungen und Zotten und macht ihn zur grössten Kontaktzone des Körpers zur Aussenwelt.

Der Darm ist nicht nur ein bedeutungsloses Schlauchteil, sondern er hat wahrhaftige Mammut-Aufgaben zu erfüllen. Er versorgt uns mit lebensnotwendigen Nähr- und Vitalstoffen und schützt uns vor schädlichen Eindringlingen (80% aller Immunzellen befinden sich tatsächlich im Darm). Das tut er aber nicht alleine. Billionen gutmütiger winziger Bewohner - Mikroorganismen, in erster Linie Bakterien - helfen ihm dabei.  

Nun, was geschieht, wenn wir einen Tennisplatz nicht pflegen? Der Belag geht kaputt, wird vielleicht sogar von Unkraut überwuchert und an ein Tennisspiel ist schon gar nicht mehr zu denken. Genauso geht es unserem Darm, wenn wir ihm (meist unbewusst) zu wenig Beachtung schenken. Unsere guten Darmbakterien werden durch schädliche verdrängt, der Darm wird vergiftet und verschlackt und in seinen elementaren Funktionen beeinträchtigt. Mit der Leistungsfähigkeit und Gesundheit unseres Darmes steht und fällt jedoch die Gesundheit unseres ganzen Körpers!

Ein "kranker Darm” belastet unseren gesamten Organismus. Blähungen, Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden sind daher keine Überraschung. Jedoch zeigen sich auch Symptome, die man auf den ersten Blick kaum mit dem Darm verbindet wie Migräne, Müdigkeit, Allergien, Depressionen, Immunschwäche, Hautprobleme und viele mehr.

Das tolle daran, wir können die Gesundheit unseres Darmes und die Anwesenheit dessen Bewohner, massgebend beeinflussen. Ein sehr kraftvolles Werkzeug dafür ist unsere tägliche Nahrung.

So lässt sich nur noch sagen: Auf eine gesunde Ernährung - für einen gesunden Darm, für einen gesunden Menschen :-).

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